Ziele und Massnahmen zum Siedlungs-Verkehrs und Wohnraumkonzept

 

 

Umlandbeziehungen

1.1 Die Marktgemeinde bestimmt ihre Rolle im Umland nach dem Landesraumordnungsprogramm 1998 als Gemeinde im Verdichtungsgebiet das ländlichen Raumes Ried/Innkreis = Raumtyp 5, liegend, die ihren Bewohnern ein hohes Maß an Arbeitsplätzen im Ort, und die Grundversorgung mit Gütern und Dienstleitungen des täglichen Bedarfs gewährleistensoll. Als nächstgelegener zentraler Ort fungiert die Bezirksstadt Ried/Innkreis.
1.2 Aufrechterhaltung und Verbesserung des Funktionsgefüges mit dem Umland durch geeignete Verdichtungsmaßnahmen innerhalb der Siedlungsstruktur. Insbesondre die Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur soll durch diese Maßnahmen ermöglicht werden (Öffentlicher Verkehr und bedarfsorientiertes Verkehrsangebot, Verkehrswegenetz, Ver- und Entsorgung).

 

Naturraum

2.1 Erhaltung der Regenerations- und Leistungsfähigkeit aller naturräumlicher Elemente im Gemeindegebiet und darüber hinaus. Besonderer Schutzmaßnahmen bedürfen die Grünraumelemente entlang von Bächen, Wälder und insbesondere Waldränder , sowie ökologisch wertvolle Kleinstrukturen im landwirtschaftlich genutzten Gebiet.
2.2 Ökologische Vernetzung im Sinne einer Vielfalt der Kulturlandschaft, Verbesserung deren Funktionsfähigkeit und deren Erholungswert.

 

Bevölkerung / Entwicklung

3.1 Weitgehende Stabilisierung der Alterspyramide durch positive Anreize zur begrenzten Zuwanderung, Verbesserung der Lebensverhältnisse für die einheimische Bevölkerung.
3.2 Konzentration der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung auf die Siedlungskerne von Aurolzmünster und Forchtenau.

 

Arbeit und Wirtschaft

4.1 Stabilisierung und zeitgemäße Erneuerung der Land- und forstwirtschaftlichen und industriell-gewerblichen Basis sowie innovative Weiterentwicklung im Dienstleistungssektor. Unterstützung der Verbesserung des Ausbildungsstandes der Bevölkerung und des technischen Fortschrittes zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit.
4.2 Konzentration künftig benötigter zusätzlicher Flächen für die Gewerbe- und Betriebssektoren in Altenried und Danner im Zusammenhang mit der geplanten Verkehrsstruktur des Autobahnzubringers zur A8-Knoten Ried.

 

Wohnen u. Siedlungswesen

5.1 Verhinderung einer weiteren großflächigen Ausdehnung des Siedlungsgebietes in das Umland. Freihalten ökologischer Ausgleichgebiete, Wahrung der Erwerbsgrundlage für die Landwirtschaft.
5.2 Durch eine aktive Bodenpolitik der Gemeinde soll gewidmetes Bauland in günstigen Lagen für Siedlungstätigkeit verfügbar gemacht werden.

 

Kommunaler Umweltschutz

6.1 Vollständige Erfassung der Haushalte durch organisierte Formen der Entsorgung.
6.2 Schutz aller naturräumlicher Elemente und der Kulturlandschaft von übermäßigem Nährstoff- und Schadstoffeintrag.

 

Ortsbild

7.1 Verbesserung des Ortsbildes durch Koordination der Einzelbaumaßnahmen.
7.2 Verstärkte Integration naturräumlicher Elemente.

 

Verkehr

8.1 Ordnung der Verkehrslabläufe in Abstimmung mit der funktionalen Einteilung des Gemeindegebietes und des Umlandes.
8.2 Verkehrsverlagerung auf weniger belastende Verkehrsträger. Vollständige Netze für Fußgänger- und Radverkehr unter besonderer Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten.

 

Technische Infrastruktur

9.1 Einsatz zeitgemäßer alternativer Formen der Energiegewinnung und Verbesserung der energetischen Autarkie.
9.2 Effektive Nutzung der vorhandenen Potentiale anstelle von Kapazitätsausweitungen in der Versorgung

 

Soziale Infrastruktur

10.1 Einrichtungen für die soziale Infrastruktur einhergehend mit den Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung. Besondere Beachtung der Bedürfnisse der Jugend und der Senioren.
10.2 Schaffung und Sicherung von Einrichtungen um die Zusammengehörigkeit in der Marktgemeinde zu gewährleisten.

 

Finanz- u. Investitionsplanung

11.1 Wahrung der finanziellen Ausgeglichenheit des Gemeindebudgets

 

Gesamte Konzept